Eine Konferenz wird erst durch ihre Referentinnen und Referenten zu dem, was sie ausmacht. Wir sind stolz auf die Menschen, die wir für diesen Part gewinnen konnten. Hier im digina-Blog stellen wir sie vor. Heute Dominik Schön:

Foto: digina-Speaker: Dominik Schön
Dominik Schön, (c) privat (bearbeitet durch das digina-Redaktionsteam)

 

In einem Satz: Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich bin CTO der CodeCamp:N GmbH, einem Think-Tank und Produktinkubator für die digitalisierte Versicherungswirtschaft.

Worüber sprechen Sie auf der digina 2017?

CodeCamp:N ist eine Tochtergesellschaft der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, einem Traditionsversicherer, der gerade sehr stark in Digitalisierung investiert. Aus dieser Konstellation heraus ergibt sich auch mein Vortrag Vorsorge und Nachlass – digital und traditionell, Widerspruch oder Chance?

Ein traditionelles Unternehmen wie die NÜRNBERGER vereint meines Erachtens einige Assets, die besonders im Hinblick auf digitalen Nachlass eine besondere Relevanz gewinnen. Fragen Sie sich doch mal selbst: Bei wem würden Sie Ihre wichtigen Zugangsdaten eher für Hinterbliebene hinterlegen? Bei einem Start-Up aus dem Silicon Valley oder einer Versicherung mit über 100 Jahren Firmentradition? Ich möchte daher in meinem Vortrag aufzeigen und diskutieren, welchen Bedarf unsere Generation an das Thema Vorsorge stellt und wie dieser zukünftig adressiert werden kann.

Wie kommen Sie zum Thema digitaler Nachlass?

Das Thema digitaler Nachlass ist für mich als digital Native schon lange ein Thema. In der Generation meiner Großeltern gab es ein Testament – fertig – damit war alles Wichtige geregelt. Und heutzutage? Ich nutze beispielsweise einen Passwortmanager und kenne die Passwörter zu meinem Onlinebanking, meinem Facebook-Account oder meinem E-Mail Account nicht mal selbst auswendig. Wie soll ich diese Zugänge also für meine Hinterbliebenen bereitstellen?

Aber nicht nur das Thema Nachlass, auch das Thema Vorsorge gestaltet sich für mich schwierig. Ich informiere mich normalerweise über Produkte ausgiebig vor dem Kauf im Internet über technische Daten, Erfahrungsberichte und Vergleichspreise. Beim Thema Vorsorge und Versicherungen ist das momentan noch schwierig. Es gibt zwar Vergleichsportale, aber richtig schlau werde ich daraus trotzdem nicht. Hier fehlt es meines Erachtens an Lösungen, die für eine digitale Zielgruppe optimiert wurden.

Was empfehlen Sie Menschen, die gerne schon zu Lebzeiten etwas in Bezug auf digitalen Nachlass unternehmen möchten?

Da habe ich leider auch noch keine Musterlösung. Natürlich sollte man den Nachlasskontakt auf Facebook einrichten und mit Familienangehörigen offen über dieses Thema sprechen. Außerdem empfehle ich einen zentralen Ort – z.B. einen kleinen Tresor – an dem die wichtigsten Zugangsdaten der gesamten Familie sicher aufbewahrt werden und zu dem jedes Familienmitglied Zugriff hat. Ich hoffe aber auch für mich persönlich, auf der digina 2017 weitere Anregungen zu diesem Thema zu bekommen.

Dominik Schön wird auf der digina am 16.11.2017 über folgendes Thema sprechen:
Vorsorge und Nachlass – digital und traditionell, Widerspruch oder Chance?

> Hier geht’s zum Programm der Konferenz zum digitalen Nachlass

> Hier geht’s zu Dominik Schöns Speakerprofil

Scroll Up